
Der Gesetzgeber schreibt eine MPU zum Thema Betäubungsmittel vor,
Man geht davon aus, dass bei solchen Auffälligkeiten die Gefahr besteht, dass Drogenkonsum und Teilnahme am Straßenverkehr nicht mehr getrennt werden können.
Gutachter sollen bei der MPU in Erfahrung bringen, ab wann und warum es zum Drogenkonsum gekommen war, der letztlich zur Auffälligkeit geführt hatte.
Darüber hinaus muss geklärt sein,
Bei der Begutachtung müssen wir auch prüfen, wie weit sich eine Drogenbeziehung entwickelt hatte.
Damit ist gemeint,
Von einer Drogenabhängigkeit müssen Gutachter ausgehen, wenn Sie bereits eine Entwöhnungstherapie oder eine vergleichbare (in der Regel suchttherapeutisch unterstützte) Maßnahme durchgeführt haben.
Es kann auch sein, dass bei der Begutachtung eine entsprechende Feststellung getroffen werden muss, weil innerhalb der letzten 12 Monate entsprechende Befunde vorgelegen haben.
Bei einer Drogenabhängigkeit müssen wir feststellen können, dass eine angemessene Problembewältigung zu einer stabilen Abstinenz geführt hat.
Es muss auch Alkoholabstinenz gefordert werden.
Von einer fortgeschrittenen Drogenproblematik müssen Gutachter ausgehen, wenn ein missbräuchlicher Konsum von Suchtstoffen (Substanzmissbrauch nach DSM-IV-TR), ein polyvalentes Konsummuster (verschiedene Drogen, auch gleichzeitig) oder der Konsum hoch suchtpotenter Drogen vorgelegen hatte.
Von einer Drogengefährdung müssen Gutachter ausgehen, wenn häufiger oder gewohnheitsmäßig ausschließlich Cannabis konsumiert wurde und/oder nur gelegentlich eine Droge mit einer höheren Suchtpotenz und Gefährlichkeit als Cannabis.
Von einem ausschließlich gelegentlichen Cannabiskonsum können Gutachter ausgehen, wenn tatsächlich keine Hinweise für eine andere Problematik sprechen.
Abstinenznachweise müssen immer unter forensischen Bedingungen gewonnen werden.
Wie Sie feststellen können, was Sie verändern müssen!
Wenn Sie genau in sich hineinhorchen und vielleicht auch noch berücksichtigen, was andere Menschen Ihnen vielleicht immer mal wieder gesagt haben, dann haben Sie möglicherweise eine erste Idee, was Sie ändern sollten.
Die Meinung von anderen Menschen, denen Sie etwas bedeuten, kann also wichtige Hinweise für Sie bringen.
Spezialisierte Ansprechpartner finden Sie auch bei den Drogenberatungsstellen oder bei Diplom-Psychologen, die sich vor allem mit Verkehrspsychologie beschäftige.
Für uns ist es nicht wichtig, wodurch (ausschließlich eigene Erkenntnis oder Unterstützung durch eine verkehrspsychologische Maßnahme) Sie für sich erkannt haben, was Sie ändern müssen.
Wichtig ist, dass Sie für sich zu einer richtigen Entscheidung gekommen sind.
Für viele Menschen ist es dabei wichtig, sich von Spezialisten Unterstützung zu holen, weil vier Augen eben mehr sehen als zwei. Wir haben außerdem die Erfahrung gemacht, dass solche Veränderungen bei unseren Kunden mit der Unterstützung durch Spezialisten schneller und effektiver sind.
So oder so:
Sie brauchen einen Überblick über ihren früheren Drogenkonsum und sollten inzwischen ausreichend lange auf Drogen verzichten und uns das auch alles sagen, damit wir es im Gutachten für die Fahrerlaubnisbehörde erklären können.
Zur Dauer von Abstinenznachweisen:
Zur Dauer von Abstinenznachweisen bei Drogenabhängigkeit:
Zur Dauer von Abstinenznachweisen bei fortgeschrittener Drogenproblematik:
Zur Dauer von Abstinenznachweisen bei Drogengefährdung:
Zur Dauer von Abstinenznachweisen bei ausschließlich gelegentlichem Cannabiskonsum:
Bei Fragestellungen zum Thema Drogenkonsum ist in der Regel Drogenabstinenz zu fordern. Es kann sein, dass zusätzlich Alkoholabstinenz zu fordern ist (Hinweise zu Abstinenznachweisen bei Alkohol finden Sie unter Alkohol).
Für Drogenabstinenz bestehen Nachweismöglichkeiten im Blut, Urin und Haar. Nachgewiesen werden können Drogen, Drogenersatzstoffe wie Codein und Diazepam und deren Abbauprodukte.
Bei einer Begutachtung wegen Drogen wird am Untersuchungstag immer ein Drogenscreening im Urin als ergänzende Bestätigung einer bereits im Vorfeld hinreichend plausibel belegten Drogenabstinenz durchgeführt. Das gehört zum Untersuchungsumfang.
Beachten Sie bitte, dass das Ende von Drogenfreiheitsnachweisen und der MPU-Termin möglichst zeitnah organisiert werden können.
Schließen Sie rechtzeitig vor einer MPU einen Vertrag über Drogenscreenings aus Urin ab, bei dem zuverlässig forensische Bedingungen eingehalten werden. Damit können Sie bei der MPU Drogenfreiheit belegen.
Wenn es möglich ist, einen Drogenfreiheitsnachweis im Haar zu führen, dann kann das bei der MPU hilfsweise eingesetzt werden. Dem Drogenfreiheitsnachweis im Urin ist immer der Vorzug zu geben, weil der Nachweis sicherer ist.
Solche Nachweise werden gewählt, um zu prüfen, ob Drogenkonsum vorgelegen hat und welche Drogen konsumiert wurden. Ein Nachweis von Drogen und deren Abbauprodukten im Urin ist länger möglich, weil sich im Urin solche Stoffe konzentrieren. Das liegt daran, weil die Nieren permanent Blut filtern und alles herauslösen, was dem Körper schaden kann. Dabei wird das Blut immer wieder gefiltert und alle Drogenabbauprodukte werden letztlich in einer kleinen Flüssigkeitsmenge – also konzentriert – als Urin ausgeschieden.
Weil Nieren permanent arbeiten, kann man permanent nachweisen, ob noch Drogen konsumiert worden sind.
Klären Sie rechtzeitig vor einer MPU, ob man mit einer Haaranalyse bei Ihnen für die Vergangenheit Drogenfreiheit nachweisen kann.
Man muss im Einzelfall überlegen, ob sich die Investitionen lohnen.